Foyer

Im Foyer finden Sie Informationen zur Geschichte der Astronomie, zu astronomischen Instrumenten und zu weiteren Themen zur Sternkunde. Dabei sind auch Instrumente aus meiner Werkstatt beschrieben, die aber teilweise nicht für den Verkauf bestimmt sind.


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Armillarsphäre mit Mechanik.
Messing, mit Holzsockel, Höhe ca. 30 cm, Durchm. Horizontring 15.5 cm, Gewicht ca. 850 g.
Preis CHF 2400.00, Euro 1850.00

Die Armillarsphäre war als Demonstrations-Instrument im Mittelalter und in der Renaissancezeit verbreitet, und einige Instrumente aus dem 16. bis 18. Jahrhundert haben sich erhalten. Die vorliegende Rekonstruktion ist kein Nachbau eines Originalinstruments, sondern frei gestaltet in entfernter Anlehnung an eine Armillarsphäre, möglicherweise gebaut von Eberhard Baldewein (um 1570), welche ebenfalls eine Sonne-Mond-Mechanik aufweist (L. von Mackensen, Die erste Sternwarte Europas… 400 Jahre Jost Bürgi in Kassel. München 1979, S. 92/93).

Mein Nachbau gibt die Bewegung der beiden Gestirne gleichsam im Zeitraffer: Eine Umdrehung der Himmelskugel entspricht nicht einem Tag, sondern sieben Tagen, also einer Woche. Ein Mondumlauf (Monat) benötigt 4, ein Sonnenumlauf (Jahr) 52 Umdrehungen. Damit sollen Demonstrationen vereinfacht werden.

Die Armillarsphäre besteht aus dem hölzernen Fussgestell, das den Horizontring mit einer 360°-Teilung trägt. Darin steht der Meridianring (Einstellung der geogr. Breite), der wiederum die Himmelsachse trägt mit der ruhenden Erde (Terra) in der Mitte. Es handelt sich also um das Weltbild des Ptolemaios. Die sich drehende Himmelskugel besteht aus den Kolurbögen, aus Äquatorring (mit 2 x 12 Stunden, befestigt am Meridianring), Wende- und Polarkreisen, und der schiefstehenden Ekliptik mit Tierkreis und Kalenderkreis. Über diesen Kalenderkreis bewegen sich die beiden Symbole für Sonne und Mond. Ablesen lassen sich ebenfalls Mondalter (29.5 Tage) und Halb-/Vollmond.


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Armillarsphäre, Sicht auf Horizontring und Ekliptik.


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Armillarsphäre, Detail der Sonne-Mond-Mechanik.






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Organum Uranicum.
Aequatorium (Planetenrechner) nach Johannes Schöner, um 1520. Das Instrument sollte die aufwändige Rechnerei mit den Planetentafeln (Alfonsinische Tafeln, Pruthenische Tafeln)ersetzen. Die Resultate der Aequatorien waren aber wenig verlässlich. Der Fachastronom liess die Finger davon.Die Rückseite zeigt eine mechanische "Planetentafel" mit Zahnradmechanik
Unverkäuflicher Nachbau.


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Aequatorium (Planetenrechner) nach Johannes Schöner, Rückseite


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Astrarium nach Giovanni de Dondi (Mitte 14. Jahrhundert).
Nachbau verkleinert (Höhe 30 cm) und vereinfacht, ohne Uhrwerk. Die sieben Seiten zeigen die teils epizyklischen Bewegungen der sieben alten Planeten Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter, Saturn. Antrieb mit einer Handkurbel auf der Mond-Seite: Eine Umdrehung = 1 siderischer Monat. Diese Kurbeldrehung bewegt alle Planeten auf den sieben Seiten des Astrariums. Leicht lässt sich die Rückläufigkeit der Planeten in der Opposition beobachten.
Dieser Nachbau ist unverkäuflich.


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Dondi, Detail.


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"Taschen"-Aequatorium (ca. 1400 AD).
Durchmesser 12 cm, Dicke 2 cm. Ein Zahnrad-Getriebe zeigt auf der Vorderseite den Mond (Antriebskurbel) und die Sonne, zusammen mit den beiden inneren Planeten Merkur und Venus (als Epizykel um die Sonne). Auf der Rückseite finden sich neben einer Sonnen-Skala die Zifferblätter für die drei äusseren Planeten, Mars, Jupiter und Saturn. Alle Planetenbewegungen sind gleichförmig, auf konzentrischen Bahnen.


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"Taschen"-Aequatorium, Rückseite.